Ein QR-Code am Messestand hat eine Aufgabe: Er bringt die Person, die gerade vor einem Exponat steht, auf die Seite, die zu diesem Exponat gehört. Das gelingt, wenn jeder Träger am Stand einen eigenen Code mit eigenem Ziel bekommt und nicht überall derselbe Code zur Startseite führt. Kontakte erfasst ein solcher Code nicht. Er zählt Aufrufe.
Dieser Beitrag behandelt nur den Messestand. Einladung, Anreise, WLAN-Zugang und die Frage nach dem Einlass stehen auf der Seite QR-Codes für Events und Veranstaltungen.
Je Träger ein Code, und kein Lead-Scanner
- Standwand, Theke, Exponat, Produktblatt und Give-away bekommen je einen eigenen dynamischen Code. Auf die Visitenkarte gehört ein statischer vCard-Code.
- 7pxl erfasst keine Kontakte. Wer Namen und E-Mail-Adressen braucht, lässt den Code auf das eigene Kontaktformular oder CRM-Formular zeigen.
- Bis zu zehn dynamische Codes passen in den Tarif Starter für 10 € im Monat. Jeder belegt dort einen QR-Code und einen Kurzlink.
- In der Woche nach der Messe stellen Sie Ziele um, sichern die Zahlen und vergleichen sie mit den Formulareingängen.
Was ein QR-Code am Messestand leistet und warum er kein Lead-Scanner ist
Auf Messen wird in zwei Richtungen gescannt, und in Angeboten gerät das gern durcheinander. Bei der Lead-Erfassung scannt das Standpersonal den Ausweis des Besuchers, meist mit einer App des Messeveranstalters, und erhält dessen Kontaktdaten. Beim QR-Code am Stand läuft es umgekehrt: Der Besucher scannt mit dem eigenen Smartphone etwas, das Sie aufgehängt oder ausgelegt haben, und landet auf einer Seite Ihrer Wahl.
7pxl gehört zur zweiten Richtung. Von uns kommen der Code, die Weiterleitung und die Zählung. Wer gescannt hat, wissen wir nicht. Die Statistik hält je Aufruf den Zeitpunkt, Land und Stadt, Gerätetyp, Betriebssystem, Browser und Browsersprache fest. Namen, E-Mail-Adressen oder Ausweisnummern kommen darin nicht vor, und auch die IP-Adresse steht nicht in der Statistik.
Werkzeug, mit dem Aussteller die Ausweise von Besuchern einlesen und deren Kontaktdaten erhalten. 7pxl ist keines. Ein QR-Code von 7pxl führt Besucher auf eine Seite und zählt, wie oft das geschehen ist.
Brauchen Sie Kontakte, dann führt der Code auf ein Formular, das Ihnen gehört: das Kontaktformular Ihrer Website, ein Formular Ihres CRM-Systems oder die Terminbuchung Ihres Vertriebs. Dort trägt sich der Besucher selbst ein, und seine Angaben liegen in Ihrem System.
Sechs Stellen am Stand und wohin der QR-Code jeweils führt
Die Tabelle geht den Stand von außen nach innen durch: von der Rückwand, die man schon vom Gang aus sieht, bis zur Visitenkarte, die erst nach dem Gespräch den Besitzer wechselt. Ein dynamischer Code enthält einen 7pxl-Kurzlink, dessen Ziel Sie im Konto ändern können. Ein statischer bleibt, wie er gedruckt wurde.
| Träger | Wer scannt, aus welchem Abstand | Ziel | Code | Kantenlänge |
|---|---|---|---|---|
| Standwand | Vorbeigehende im Gang, etwa 3 m | Seite zum Messeauftritt mit Terminbuchung | dynamisch | 30 cm |
| Theke | Wartende, etwa 0,5 m | Kontakt- oder Terminformular | dynamisch | 5 cm |
| Schild am Exponat | Interessierte direkt am Gerät, etwa 1 m | Produktseite genau dieses Exponats | dynamisch, einer je Exponat | 10 cm |
| Produktblatt | Leser nach der Messe am Schreibtisch, 25 cm | Datenblatt, Video oder Konfigurator | dynamisch | 2,5 cm |
| Give-away | irgendwer, oft Wochen später | eine Seite, die auch in drei Monaten noch stimmt | dynamisch | mindestens 2 cm |
| Visitenkarte | Gesprächspartner nach dem Gespräch | Kontakt im Adressbuch speichern | statisch, vCard | 2 bis 2,5 cm |
Die Größen folgen der Faustregel, nach der die Kantenlänge mindestens ein Zehntel des Leseabstands beträgt und 2 cm nicht unterschreitet. Die Abstände sind Annahmen für einen Reihenstand. Messen Sie an Ihrem Stand nach.
Standwand: groß, hoch und mit lesbarer Kurzadresse
Die Rückwand wird aus dem Gang gelesen, von Leuten, die nicht stehen bleiben. Ein Code dort muss oberhalb der Köpfe des Standpersonals sitzen, sonst verdeckt ihn das erste Gespräch. Wichtiger als der Code ist an dieser Stelle die Kurzadresse als Text darunter, zum Beispiel 7pxl.de/halle4, denn sie lässt sich im Vorbeigehen fotografieren. Den Teil hinter dem Schrägstrich wählen Sie ab dem Tarif Starter selbst.
Theke: der Platz für das Formular
An der Theke stehen Menschen, die warten, bis jemand frei wird. Dorthin gehört der Code zum Kontakt- oder Terminformular, als Aufsteller in Griffhöhe mit einer Zeile, die sagt, was nach dem Scan passiert: „Rückruf nach der Messe vereinbaren“.
Produktblatt und Give-away: beide verlassen die Halle
Das Produktblatt wird im Büro wieder hervorgeholt, das Give-away liegt vielleicht ein halbes Jahr auf einem Schreibtisch. Der Code darauf darf deshalb nicht auf eine Aktionsseite zeigen, die Sie eine Woche nach der Messe abschalten. Weil er dynamisch ist, legen Sie das Ziel später auf eine dauerhafte Seite.
Auf kleinen Gegenständen zählt jeder Millimeter. Ein Code, der nur eine Kurzadresse enthält, kommt mit wenigen Modulen aus, so heißen die einzelnen Kästchen des Musters, und bleibt bei 2 cm Kantenlänge lesbar. Verzichten Sie dort auf ein Logo in der Mitte und scannen Sie ein Muster des fertigen Gegenstands, bevor Sie die Auflage bestellen. Mit gewölbten oder glänzenden Flächen wie Kugelschreibern und Trinkflaschen tun sich Kameras schwer. Ein flacher Anhänger oder ein Aufkleber auf der Verpackung ist die sicherere Stelle.
Visitenkarte: vCard mit wenigen Feldern
Auf der Visitenkarte erspart ein vCard-Code das Abtippen. Nach dem Scan schlägt das Smartphone vor, den Kontakt ins Adressbuch zu übernehmen. Alle Angaben stehen im Code selbst. Tragen Sie deshalb nur ein, was auch gedruckt auf der Karte steht: Name, Firma, Position, E-Mail, Telefon, Website. Mit jedem weiteren Feld wird das Muster feiner, und auf einer Karte ist dafür kaum Platz.
Den Code erzeugen Sie ohne Konto im vCard-Generator. Ein statischer Code liefert keine Statistik, und wenn sich die Telefonnummer ändert, brauchen Sie neue Karten.
Ein Code je Exponat: was das bringt und wie viele Codes Sie brauchen
Ein gemeinsamer Code für den ganzen Stand beantwortet nach der Messe eine einzige Frage, nämlich wie oft insgesamt gescannt wurde. Ein Code je Exponat beantwortet die interessantere: Zu welchem Produkt haben Besucher Unterlagen mitgenommen? Hinter jedem Code liegt ein eigener Kurzlink mit eigener Statistik.
Auch der Besucher hat etwas davon: Er scannt vor der Maschine und hat deren Datenblatt auf dem Smartphone, ohne sich durch Ihre Website zu suchen.
Drei Exponate, neun Codes
Angenommen, ein Hersteller von Verpackungsmaschinen zeigt drei Exponate. Er braucht je einen Code für Standwand und Theke, drei für die Schilder an den Exponaten, drei für die Produktblätter und einen für das Give-away. Das sind neun dynamische Codes. Im Tarif Starter sind 10 QR-Codes und 100 Kurzlinks enthalten, es passt also.
Mit einem vierten Exponat wären es elf. Dann bleibt die Wahl zwischen dem Tarif Pro für 29 € im Monat mit 100 QR-Codes und dem Verzicht auf eine Trennung, etwa indem Schild und Produktblatt eines Exponats denselben Code tragen.
| Träger | Kurzname im Beispiel | Ziel während der Messe |
|---|---|---|
| Standwand | /messe26 | Seite zum Messeauftritt |
| Theke | /m26-termin | Terminformular des Vertriebs |
| Schild Kartonaufrichter | /m26-karton | Produktseite Kartonaufrichter |
| Blatt Kartonaufrichter | /m26-karton-blatt | dieselbe Produktseite |
| Schild Etikettierer | /m26-etikett | Produktseite Etikettierer |
| Give-away | /m26-danke | Seite mit Ansprechpartnern |
Die Tabelle zeigt sechs der neun Codes. Das gemeinsame Präfix hält sie in der Liste im Konto beieinander, ein eigenes Projekt für die Messe ebenso (Starter umfasst 5 Projekte). Schild und Produktblatt haben getrennte Codes, obwohl sie zum selben Ziel führen: Scans vom Schild fallen in die Messetage, Scans vom Blatt kommen danach.
Vom Scan zum Kontakt: Der Code führt auf Ihr eigenes Formular
Wer nach der Messe Namen im CRM haben will, braucht ein Formular, in das sich Besucher selbst eintragen. Der QR-Code ist nur der Weg dorthin. So bauen Sie die Strecke:
- Formular kurz halten. Name, Firma, E-Mail und ein Auswahlfeld für das Anliegen genügen. Wer im Stehen mit einer Hand tippt, füllt keine zehn Pflichtfelder aus.
- Herkunft mitgeben. Am Kurzlink lassen sich ab Starter die Werte utm_source, utm_medium und utm_campaign einstellen, zum Beispiel theke, messe und fachmesse-2026. Ob Ihr Formular solche Werte aus der Adresse in ein verstecktes Feld übernimmt, hängt von Ihrem Formular- oder CRM-Werkzeug ab. Klären Sie das, bevor gedruckt wird.
- Datenschutzhinweis ans Formular setzen. Das Formular erhebt personenbezogene Daten. Der Hinweis nach Art. 13 DSGVO mit Zweck und Speicherdauer gehört deshalb dorthin. Verantwortlich dafür sind Sie als Aussteller.
- Nach dem Absenden etwas zurückgeben. Auf der Bestätigungsseite steht das Datenblatt oder ein Terminvorschlag, kein bloßes Dankeschön.
- Am Stand testen. Füllen Sie das Formular einmal auf dem Smartphone aus, über Mobilfunk und mit dem Daumen.
Danach stehen zwei Zahlen nebeneinander: die Aufrufe des Thekencodes aus der 7pxl-Statistik und die abgeschickten Formulare aus Ihrem System. Erst zusammen sagen sie etwas. Viele Aufrufe bei wenigen Formularen deuten auf ein Formular, das zu lang ist oder auf dem Smartphone schlecht funktioniert.
Nutzt Ihr Team zusätzlich die Lead-App des Veranstalters, ergänzen sich beide Wege: Die App hält fest, mit wem gesprochen wurde, das Formular erreicht auch Besucher, die niemanden ansprechen wollten.
Prüfliste für den Aufbautag am Messestand
- Jeden Code vom fertigen Druckstück scannen, am Stand und bei Hallenlicht. Strahler über einer glänzenden Rückwand erzeugen Spiegelungen, die am Bildschirm niemand gesehen hat.
- Alle Ziele im Mobilfunknetz der Halle laden. Auf das Hallen-WLAN können Sie sich an vollen Tagen nicht verlassen.
- Schilder an Exponaten so anbringen, dass der Code frei bleibt, wenn jemand davorsteht: seitlich auf Brusthöhe, nicht am Sockel.
- Links, deren Ziel sich ändern wird, stehen auf dem Statuscode 302 oder 307. Voreingestellt ist 301, und eine solche Weiterleitung darf der Browser zwischenspeichern.
- Nach dem letzten Test die Statistik aller Codes zurücksetzen. Sonst zählen die Probescans von Agentur, Druckerei und Standbau mit.
- Eine Person darf während der Messe Ziele ändern, eine zweite vertritt sie. Beide haben über Teams einen eigenen Zugang.
Die Woche nach der Messe: Ziele umstellen, Zahlen sichern
Mit dem Abbau ist die Arbeit an den Codes nicht vorbei. Der Plan ist ein Vorschlag, den Sie an Ihre Abläufe anpassen.
| Wann | Aufgabe | Wozu |
|---|---|---|
| Letzter Messetag | Ziel von Standwand- und Thekencode auf eine Seite mit Unterlagen und Kontaktweg stellen | Wer die Kurzadresse fotografiert hat, öffnet sie erst im Büro. |
| Tag 1 danach | Übersicht jedes Exponatcodes öffnen, Aufrufe und Besucher notieren | Rangfolge der Exponate für den Vertrieb |
| Tag 2 | Besuchszeiten ansehen | Zeigt, zu welchen Uhrzeiten gescannt wurde. Hilft bei der Standbesetzung im nächsten Jahr. |
| Tag 3 | Aufrufe des Thekencodes mit Formulareingängen und Lead-App abgleichen | Zeigt, ob das Formular Besucher verliert. |
| Tag 5 | Statistik exportieren, als CSV oder PDF | Starter bewahrt die Daten 6 Monate auf, die Tarife ab Pro 1 Jahr. |
Die Umstellung am letzten Messetag muss niemand von Hand erledigen: Am Kurzlink lässt sich ein Enddatum mit Ersatzziel eintragen. Für Codes, die nach der Messe weiterlaufen, gibt es Statistikberichte per E-Mail, wöchentlich oder monatlich.
Was die Zahlen hergeben und was nicht
Der Vergleich zwischen Exponaten trägt, solange die Schilder gleich groß sind und gleich gut erreichbar hängen. Hängt ein Code am Hauptgang und der andere in der Ecke, messen Sie den Standort mit.
Die Auswertung nach Städten ist auf einer Messe wenig wert, denn fast alle Scans kommen aus derselben Halle. Aufschlussreicher sind die Sprachen. Ein hoher Anteil englisch eingestellter Smartphones an einem Exponat spricht für eine englische Produktseite. Ab dem Tarif Pro lässt sich das am Link selbst regeln, mit einer Zielregel nach Browsersprache. Wie die übrigen Auswertungen zu lesen sind, erklärt die Seite Kurzlink-Analytics.
Auch 80 Aufrufe an einem Exponat sind nicht 80 Personen, denn manche scannen zweimal. Mit wem Ihr Vertrieb telefonieren soll, steht in den Formulareingängen.
Den ersten Code für den Stand anlegen
Legen Sie einen dynamischen Code an und probieren Sie den Zielwechsel aus, bevor die Standwand in Druck geht. Zwei Codes sind im kostenlosen Tarif enthalten, Statistik und eigener Kurzname kommen mit Starter dazu.
Häufige Fragen
Kann 7pxl am Messestand Kontakte oder Leads erfassen?
Nein. 7pxl zählt Aufrufe je Code und speichert keine Namen, E-Mail-Adressen oder Ausweisdaten. Für Kontakte lassen Sie den Code auf Ihr eigenes Kontaktformular oder ein Formular Ihres CRM-Systems zeigen. Die Angaben der Besucher liegen dann in Ihrem System.
Welcher Tarif reicht für einen Messestand?
Starter für 10 € im Monat inklusive Mehrwertsteuer umfasst 10 QR-Codes und 100 Kurzlinks, dazu Statistik, eigenen Kurznamen und Export. Ein dynamischer Code belegt je einen QR-Code und einen Kurzlink. Ab elf Codes oder für Zielregeln nach Browsersprache brauchen Sie Pro für 29 € im Monat.
Welche Angaben gehören in den vCard-Code auf der Visitenkarte?
So wenige wie möglich: Name, Firma, Position, E-Mail, Telefon und Website. Der vCard-Typ kennt außerdem Adresse, Geburtstag und Notiz, doch jedes Feld macht das Muster feiner. Auf 2 bis 2,5 cm Kantenlänge entscheidet das über die Lesbarkeit.
Sehe ich, an welchem Messetag und zu welcher Uhrzeit gescannt wurde?
Ja, ab dem Tarif Starter. Die Übersicht zeigt Aufrufe und Besucher im Zeitverlauf, die Auswertung „Besuchszeiten“ die Uhrzeiten. Das gilt für dynamische Codes. Der statische vCard-Code auf der Visitenkarte hat keine Statistik.
Was mache ich mit den Codes, wenn die Messe vorbei ist?
Codes auf Give-aways und Produktblättern bekommen ein dauerhaftes Ziel und laufen weiter. Sie funktionieren nur, solange es den Kurzlink dahinter gibt, planen Sie das Konto also über den Messemonat hinaus. Standwand und Aufsteller verwenden Sie beim nächsten Auftritt wieder: Zahlen exportieren, Ziel ändern, Statistik zurücksetzen.
Stand: Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.