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Girocode-Generator: QR-Code für Überweisungen erstellen

Erstellt am 26 Februar, 2025 • 4,555 Aufrufe • Lesezeit: 24 Minuten

Girocode für Rechnung, Spendenaufruf oder Beitrag erstellen: Der EPC-QR-Code füllt die Überweisung in der Banking-App aus. Mit Datensatz, Maßen und Grenzen.

Der Generator arbeitet ohne Anmeldung. Legen Sie Empfängername, IBAN, Betrag und Verwendungszweck bereit.

Richtlinie
EPC069-12Version 3.0 vom 13.09.2022
Zahlungsart
SEPA-Überweisungausschließlich in Euro
Datenmenge
bis 331 ByteFehlerkorrektur M, bis QR-Version 13
Kosten
0 € im Generatorim Konto ab Starter, 10 € im Monat

Was ist ein Girocode?

Kurz gesagt

Ein Girocode ist ein QR-Code, der die Angaben einer SEPA-Überweisung enthält: Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck. Der Zahlende scannt ihn mit seiner Banking-App, die App füllt das Überweisungsformular aus, er prüft die Angaben und gibt die Zahlung frei. Festgelegt ist das Format in der Richtlinie EPC069-12 des European Payments Council, deshalb heißt es fachlich EPC-QR-Code. Der Code löst selbst nichts aus und ersetzt keine TAN.

Für die Buchhaltung erledigt der Code zwei Dinge. Niemand tippt mehr eine 22-stellige IBAN ab, und der Verwendungszweck kommt so an, wie Sie ihn vorgegeben haben: mit Rechnungsnummer statt „Rechnung vom Dienstag“. Zahlungseingänge lassen sich dadurch leichter den offenen Posten zuordnen.

Für dasselbe Format sind mehrere Namen im Umlauf. „Girocode“ ist die in Deutschland übliche Bezeichnung, die Richtlinie spricht vom EPC-QR-Code, und in 7pxl heißt der Typ „QR-Überweisungscode“. Gemeint ist jedes Mal derselbe Datensatz.

Girocode erstellen in fünf Schritten

  1. Generator öffnen

    Der Generator für den QR-Überweisungscode ist öffentlich. Ein Konto ist dafür nicht nötig.

  2. Empfänger und IBAN eintragen

    Schreiben Sie den Namen so, wie das Konto geführt wird, mit höchstens 70 Zeichen. Die IBAN kopieren Sie aus dem Onlinebanking oder von Ihrem Briefbogen, statt sie abzutippen. Das Feld BIC darf bei Zahlungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums leer bleiben.

  3. Betrag und Verwendungszweck festlegen

    Der Betrag steht in Euro. Für den Zweck gibt es zwei Felder, von denen Sie eines füllen: freien Text mit höchstens 140 Zeichen oder eine strukturierte Referenz mit höchstens 35 Zeichen. Setzen Sie die Rechnungsnummer an den Anfang des Textes. Das Feld Zusatzinformation nimmt einen kurzen Hinweis an den Zahlenden auf.

  4. Datei herunterladen

    SVG eignet sich für Rechnungsvorlagen und Druck, PNG für die Textverarbeitung. Lassen Sie den Code schwarz auf weiß und ohne Logo.

  5. Mit der eigenen Banking-App testen

    Scannen Sie den Code vom Probeausdruck. Erscheinen Empfänger, IBAN, Betrag und Zweck richtig im Formular, brechen Sie vor der Freigabe ab. Erst danach geht die Vorlage in den Versand.

Aufbau des EPC-QR-Codes: der Datensatz Zeile für Zeile

Ein Girocode enthält keine Internetadresse und nichts Verschlüsseltes. In ihm stehen bis zu zwölf Zeilen Klartext in fester Reihenfolge. Die Banking-App erkennt die Felder an ihrer Position. Leere Zeilen in der Mitte bleiben deshalb stehen, leere Zeilen am Ende dürfen entfallen.

Datensatz nach EPC069-12
ZeileInhaltBeispielGrenze
1Kennung des FormatsBCDfester Wert
2Version002001 oder 002
3Zeichensatz11 steht für UTF-8
4Art der ZahlungSCTfester Wert für die SEPA-Überweisung
5BIC der Empfängerbankleerin Version 002 innerhalb des EWR freiwillig
6Name des EmpfängersMuster GmbHhöchstens 70 Zeichen
7IBAN des EmpfängersDE…ohne Leerzeichen
8BetragEUR119.00EUR und Betrag, Punkt als Dezimaltrenner, ab 0.01, höchstens neun Stellen vor dem Punkt
9Zweck-Codeleerfreiwillig
10Strukturierte Referenzleerhöchstens 35 Zeichen, nur wenn Zeile 11 leer ist
11Verwendungszweck als FreitextRechnung 2026-0815höchstens 140 Zeichen, nur wenn Zeile 10 leer ist
12Hinweis an den Zahlendenleerhöchstens 70 Zeichen

Für den ganzen Datensatz gelten zusätzlich drei Vorgaben: höchstens 331 Byte, Fehlerkorrektur M und höchstens QR-Version 13. Die IBAN im Beispiel ist absichtlich abgekürzt.

Datensatz zum Mitlesen

Dieser Text steht später im Code

Größe:

Der Rechner zeigt nur den Text und rechnet in Ihrem Browser. Das Muster dazu erzeugt der Generator. Am Beispiel lässt sich dreierlei ablesen.

Der Betrag steht mit Punkt statt Komma, ohne Tausendertrenner und mit vorangestelltem EUR. Die BIC-Zeile ist leer, aber vorhanden, weil der Rechner Version 002 schreibt. Und der Datensatz ist klein: Das Beispiel belegt ohne IBAN 58 Byte, mit einer 22-stelligen deutschen IBAN wären es 80. Eng wird es erst, wenn Verwendungszweck und Hinweis ihre Längen ausschöpfen. Umlaute und ß belegen in UTF-8 je zwei Byte.

Die Obergrenze QR-Version 13 entspricht einem Muster von 69 mal 69 Punkten. Ein gewöhnlicher Rechnungsdatensatz bleibt weit darunter, sein Muster ist gröber und damit auch auf einem Bürodrucker gut lesbar.

Girocode auf der Rechnung platzieren: Größe, Ort, Hinweistext

Eine Rechnung wird aus 20 bis 30 cm Abstand gescannt, oft als Ausdruck vom Bürodrucker des Kunden. Daraus ergeben sich die Maße.

  • Kantenlänge mindestens 2 cm, besser 3 cm. Der zusätzliche Zentimeter gibt Reserve für schwachen Toner und Kopien.
  • Heller Rand von vier Punktbreiten ringsum. In diese Ruhezone ragen keine Tabellenlinien, kein Fußzeilentext und kein Stempel.
  • Platz bei der Bankverbindung oder neben dem Zahlbetrag. Dort sucht der Kunde, wenn er zahlen will. Ungeeignet sind die Falzlinien des Briefs und das Adressfeld.
  • Schwarz auf Weiß, ohne Logo in der Mitte. Die Richtlinie sieht Fehlerkorrektur M vor. Ein Logo bräuchte die Stufen Q oder H und hat im Überweisungscode deshalb nichts verloren.
  • Hinweistext direkt am Code. Zum Beispiel: „Zahlen per Banking-App: Code scannen, Angaben prüfen, freigeben.“ Das Wort Banking-App ist wichtig, denn die normale Kamera zeigt nur den Text des Datensatzes.
  • Bankverbindung zusätzlich in Klarschrift. Nicht jeder scannt, und wer scannt, soll IBAN und Empfänger mit dem Gedruckten vergleichen können.
  • In PDF-Rechnungen als Vektor oder großes PNG einbetten. Ein klein gerechnetes Bild wird beim Ausdrucken unscharf.

Skonto und Teilzahlung

Im Code steht genau ein Betrag. Bieten Sie Skonto an, müssen Sie sich für den vollen oder den reduzierten Betrag entscheiden und im Hinweistext dazuschreiben, welcher im Code steckt. Zwei Codes nebeneinander laden zu Verwechslungen ein. Bei Ratenzahlung bekommt jede Rate ihren eigenen Code auf dem jeweiligen Schreiben.

Vier Einsatzfälle: Rechnung, Spendenaufruf, Mitgliedsbeitrag, Kasse

Rechnung

Ein Code je Beleg

Betrag und Rechnungsnummer stehen im Code, also braucht jede Rechnung ihren eigenen. Der Aufwand lohnt sich, weil der Verwendungszweck dann genau so auf Ihrem Kontoauszug erscheint, wie Sie ihn für die Zuordnung brauchen. Wer wenige Rechnungen im Monat schreibt, erzeugt den Code im Generator und setzt die Datei in die Vorlage ein.

Spende

Ein Code für alle Drucksachen

Empfänger, IBAN und ein Zweck wie „Spende Jugendarbeit“ bleiben gleich. Derselbe Code kann deshalb auf Flyer, Plakat und Gemeindebrief stehen. Lassen Sie den Betrag leer, trägt ihn die Spenderin in ihrer App selbst ein.

Mitgliedsbeitrag

Gleicher Betrag, viele Zahler

Zahlen alle Mitglieder denselben Beitrag, genügt ein Code im Rundschreiben. Der Haken: Im Verwendungszweck fehlt dann die Mitgliedsnummer, und der Kassierer ordnet die Eingänge nach Namen zu. Wer das vermeiden will, erzeugt je Mitglied einen Code. Bei 40 Mitgliedern ist das ein Nachmittag, bei 800 eine Aufgabe für die Vereinssoftware.

Kasse

Überweisung statt Kartenterminal

Auf dem Kassenzettel, dem Lieferschein oder einem Aufsteller im Hofladen ersetzt der Code das Abtippen der Bankverbindung. Sie sehen den Eingang allerdings erst auf dem Konto. Eine Bestätigung an der Kasse gibt es nicht.

Auch auf Gebührenbescheiden lässt sich der Code einsetzen. Was für Verwaltungen zusätzlich zählt, steht auf der Seite für den öffentlichen Sektor.

Was ein Girocode nicht kann

Andere Währungen und Zahlungsarten
Das Format gilt nur für SEPA-Überweisungen in Euro. Lastschrift, Kartenzahlung oder eine Zahlung in Schweizer Franken lassen sich damit nicht abbilden. Für PayPal, UPI und PIX gibt es in 7pxl eigene Code-Typen.
Nachträgliche Änderung
Der Code ist statisch. Betrag und Verwendungszweck stehen im Muster selbst. Ändert sich eine Angabe, brauchen Sie einen neuen Code und einen neuen Ausdruck.
Dynamischer Girocode über einen Kurzlink
Funktioniert nicht. Ein dynamischer QR-Code enthält eine Internetadresse, die Banking-App erwartet aber den Datensatz mit BCD in der ersten Zeile. Mit einer Internetadresse kann sie nichts anfangen.
Jede Banking-App
Nicht jede App hat eine Scan-Funktion für Überweisungscodes. Die Bankverbindung in Klarschrift bleibt deshalb Pflicht.
Rückmeldung und Statistik
Niemand erfährt, ob der Code gescannt wurde. Ob bezahlt ist, zeigt allein Ihr Kontoauszug. Das gilt auch für Codes, die im 7pxl-Konto angelegt wurden, denn beim Scan wird keine Verbindung zu uns aufgebaut.
Hunderte Rechnungen im Monat
Dafür sind wir das falsche Werkzeug. Wer Rechnungen in Serie schreibt, braucht ein Rechnungsprogramm, das den Code je Beleg selbst erzeugt. Unser Generator passt für einzelne Rechnungen, Vorlagen mit festem Betrag und Spendencodes.

Wie sicher ist das Bezahlen per Girocode?

Ein Girocode überträgt kein Geld. Er füllt ein Formular aus. Die Zahlung entsteht erst, wenn der Zahlende sie in seiner Banking-App freigibt, mit TAN oder Fingerabdruck wie bei jeder anderen Überweisung.

Geprüft wird an zwei Stellen. Sie als Ersteller lesen den fertigen Code einmal mit einem QR-Leser aus (im 7pxl-Konto enthalten, auch im kostenlosen Tarif) und vergleichen die Zeilen mit Ihren Stammdaten, denn ein Fehler in der IBAN wandert sonst auf jede Rechnung. Der Zahlende sieht vor der Freigabe Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck in seiner App und vergleicht sie mit dem Text auf dem Beleg.

Der Code ist so vertrauenswürdig wie das Papier, auf dem er steht. Auf einem öffentlich hängenden Spendenplakat kann jemand einen eigenen Code darüberkleben. Kontrollieren Sie Aushänge gelegentlich und nennen Sie den Empfängernamen gut sichtbar im Text, damit eine Abweichung in der App auffällt.

Im Datensatz steht nichts, was nicht ohnehin lesbar auf der Rechnung steht. Jeder kann ihn mit einem QR-Leser sichtbar machen. Vertrauliche Vermerke gehören deshalb nicht in den Verwendungszweck.

Öffentlicher Generator oder Konto: was wo enthalten ist

Der öffentliche Generator ist frei und reicht, wenn Sie die Datei selbst ablegen. Im Konto gehört der Typ „QR-Überweisungscode“ ab dem Tarif Starter zum Umfang. Dort bleiben die Codes gespeichert, lassen sich in Projekten ordnen und von Teammitgliedern mit eigenen Rechten bearbeiten.

Generator ohne Anmeldung

0 €

  • Überweisungscode enthalten
  • statischer Code als Datei
  • keine Ablage im Konto

Kostenlos

0 €

  • 13 QR-Typen
  • ohne Überweisungscode
  • 2 QR-Codes

Starter

10 € im Monat

  • 14 QR-Typen mit Überweisungscode
  • 10 QR-Codes
  • 5 Projekte
  • 1 Team, 3 Mitglieder

Pro

29 € im Monat

  • 16 QR-Typen, zusätzlich UPI und PIX
  • 100 QR-Codes
  • 20 Projekte

Preise inklusive Mehrwertsteuer. Starter kostet bei jährlicher Zahlung 110 €, Pro 319 €. Alle Tarife stehen auf der Tarifseite.

Häufige Fragen zum Girocode-Generator

Ist ein Girocode dasselbe wie ein EPC-QR-Code?

Ja. „Girocode“ ist die in Deutschland übliche Bezeichnung für den QR-Code nach der Richtlinie EPC069-12 des European Payments Council. Der Datensatz ist derselbe, gleich unter welchem Namen er läuft.

Kostet es etwas, einen Girocode zu erstellen?

Im öffentlichen Generator unter 7pxl.de/qr/epc nicht, und eine Anmeldung ist dort nicht nötig. Wer Überweisungscodes im Konto speichern und im Team verwalten will, braucht den Tarif Starter für 10 € im Monat. Der kostenlose Tarif enthält diesen Typ nicht.

Muss die BIC in den Girocode?

In Version 002 des Formats ist die BIC innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums freiwillig. Die Zeile bleibt dann leer, muss aber vorhanden sein, weil die App die Felder an ihrer Position erkennt.

Kann ich einen Girocode ohne Betrag erstellen?

Ja. Bleibt der Betrag leer, trägt ihn der Zahlende in seiner App ein. Für Spendencodes passt das. Auf Rechnungen sollte der Betrag im Code stehen, damit er nicht abgetippt werden muss.

Warum erkennt meine Banking-App den Code nicht?

Drei Ursachen kommen in Frage: Der Code wurde mit der Kamera-App statt mit der Scan-Funktion der Banking-App gelesen, er ist zu klein oder unscharf gedruckt, oder die App unterstützt das Format nicht. Lesen Sie den Code mit einem QR-Leser aus. Beginnt der Text mit BCD und stehen die Angaben in der richtigen Zeile, liegt es an der App.

Wie groß muss der Girocode auf der Rechnung sein?

Mindestens 2 cm Kantenlänge, besser 3 cm, dazu ein heller Rand von vier Punktbreiten ringsum. Kleiner gedruckt wird der Code auf Bürodruckern und Kopien unzuverlässig.

Lässt sich der Betrag in einem gedruckten Girocode noch ändern?

Nein. Betrag und Verwendungszweck sind Teil des Musters. Für eine korrigierte Rechnung erzeugen Sie einen neuen Code. Ein änderbarer Code über einen Kurzlink ist bei Überweisungen technisch nicht möglich.

Funktioniert der Girocode für Zahlungen in Fremdwährung?

Nein. Das Format ist auf SEPA-Überweisungen in Euro beschränkt. Für Zahlungen in anderen Währungen müssen Sie die Bankdaten weiterhin als Text angeben.

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Code für die nächste Rechnung erzeugen

Tragen Sie Bankverbindung, Betrag und Zweck ein und prüfen Sie die Datei vor dem Versand mit Ihrer eigenen Banking-App.

Stand: Oktober 2026. Tarife und Funktionsumfang entsprechen der aktuellen Tarifseite.

Anbieter: 7pxl.de, eine Marke von SecondMay Design, Billigheim. Angaben im Impressum.